Sansevieria, BogenhanfDSC00278 klein

Heimat:   Afrika

Familie:   Dracaenaceae, früher Liliaceae

Deutscher Name:  Bogenhanf oder Schwiegermutterzunge

BDSC00281 kleinotanischer Name: benannt nach dem Fürsten von Sanseviero, 1710-1771 in Neapel, Raimond v. Sangro

 

Es gibt ca. 60 verschiedene Arten, davon die meisten im tropischen Afrika, 5 in Südafrika, wenige im tropischen Asien.

Viele Arten werden heute auch als Grundstücksbegrenzung im südlichen Florida angepflanzt. Im südlichen Europa und auf den kanarischen Inseln sind sie häufig von Gartenbesitzern angepflanzt und inzwischen dort heimisch.

Der Bogenhanf ist ein Verwandter der Drachenbäume. Sie gehören zu selben Familie.

Der botanische Name geht auf den italienischen Adeligen Pietro Antonio Sanseverino, Fürst von Bisignano zurück. Er hatte in seinem Garten La Barra bei Neapel viele Sansevieria gepflanzt. Dort wurden sie zum ersten Mal botanisch „entdeckt“.

Der deutsche Name ist Bogenhanf oder Schwiegermutterzunge.

Sansevieria-Arten sind stammlose oder stammbildende, ausdauernde, "sukkulente“ Pflanzen. Sie haben meist flache breite Blätter, die immer zu Rosetten zusammenstehen. Sie sind sukkulent oder ledrig, lanzettlich, linealisch oder bandförmig und flach, manchmal aber auch zylindrisch oder halbzylindrisch. Der Blattrand ist immer glatt. Die Blattfarbe variiert von grau bis grün, manche Arten sind gelb oder weiß panaschiert.

Sie bilden unterirdische Rhizome oder oberirdische Ausläufer.DSC00275 klein

Die Blüten sind unscheinbar, rispig und duften bei Nacht.

Aus den Blüten entstehen rote oder orangefarbene Beeren.

Bei einigen Arten werden die Blätter für die Faserproduktion eingesetzt, worauf auch die Volksnamen wie Bogenhanf und Afrikanischer Sisal hinweisen. Heute ist die Produktion praktisch bedeutungslos.

In der Medizin werden Pulver aus Wurzeln, Blättern und Rhizomen hergestellt oder der Blattsaft genutzt. Man Sagt einigen Arten eine stark antiseptische Wirkung nach, wodurch Sansevieria in der traditionellen Medizin bei Verbänden in der Ersten Hilfe verwendet werden.

Von Sansevieria trifasciata wird berichtet, dass der angewärmte Blattsaft gegen Ohrenschmerzen verwendet werden kann.

Wie Epipremnum aureum, die Efeutute und Dracaena fragrans wird bei zahlreichen Sansevierien-Arten angenommen, dass sie auch die Atemluft durch die Beseitigung von Giftstoffen verbessern.

Nach Feng-Shui sollte man Sansevieria z.B. in Kinderzimmern oder am Arbeitsplatz einsetzen. Da bei vielen Sansevierien die Blätter nach oben wachsen, sollen sie Aggressionen fernhalten.

Die Sansevieria gilt als fast "unzerstörbar". Die Überlebenskünstlerin erfordert wenig Pflegeaufwand.DSC00277 klein

Standort:

Von Frühjahr bis Spätherbst im Freien an einer sonnigen, geschützten Stelle.

Im Winter: frostfrei, hell und kühl, bei Temperaturen unter 10° nur noch sehr wenig gießen!

Sie sind aber auch die perfekte Zimmerpflanzen!

Substrat:

Humoses, durchlässiges Substrat

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Düngung:

mittlerer Nährstoffbedarf, im Sommer alle 2-3 Wochen (auch Blattdüngung ist sehr zu empfehlen) im Herbst weniger düngen, im Winter nicht mehr düngen.

Feuchtigkeit:DSC00280 klein

Regelmäßige Wassergaben, es darf keine Staunässe entstehen.

Licht:

Hell und sonnig

Temperatur:

Luftiger, heller und kühler Platz bin Zimmertemperatur, nicht unter um 10° C.

Vermehrung:

Aussaat und über Rhizome

 

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